Rote Ampel übersehen, zu schnell gefahren oder jemanden in Gefahr gebracht – schnell kann aus einem unbedachten Verhalten eine Straftat werden. Spätestens wenn die polizeiliche Vorladung eintrifft ist der Gang zum Anwalt empfehlenswert.

Ordnungswidrigkeit vs. Straftat

Wer entgegen der gesetzlichen Bestimmungen handelt, den erwartet eine Strafe. Zur Festsetzung dieser wird im Strafrecht Berlin zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten unterschieden: Handelt es sich bei Ordnungswidrigkeiten über lediglich geringfügige Gesetzesübertretungen durch beispielsweise die Verletzung der Nachtruhe, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder auch die Verletzung einer Verwaltungsvorschrift werden diese in aller Regel mit einer Geldbuße belegt. Die Verfolgung des Tatbestandes ist dabei zunächst Ermessen der zuständigen Behörde kann aber durch einen Einspruch des Betroffenen auch Sache der Staatsanwaltschaft werden, die Angelegenheit zur Entscheidung dem Amtsgericht vorgelegt werden. Straftaten hingegen sind grundsätzlich vorwerfbare Handlungen welche Leben und Gesundheit, aber auch Eigentum, Sicherheit oder Integrität des Staates gefährden. Solche Vergehen und Verbrechen werden mit Freiheits- oder Geldstrafen belegt und ziehen meist weitreichende Folgen nach sich. Die Eintragung als Straftat in das Bundeszentralregister ist nur eine davon.

Die eigenen Interessen verteidigen

Zwischen staatlichem Anspruch und dem Freiheitsinteresse des Einzelnen: Kein anderes Rechtsgebiet lässt zwei so gegensätzliche Interessen aufeinanderprallen wie das Strafrecht. Wer einer Straftat verdächtig oder beschuldigt wird tut also gut daran, sich anwaltliche Hilfe zu holen. Dabei sollte das zustehende Recht auf einen Anwalt möglichst frühzeitig genutzt werden, ist die Verteidigung bereits im Ermittlungsverfahren doch besonders erfolgversprechend. Der bereits für Polizei und Staatsanwaltschaft anhand der Aktenlage gebildete Tatbestand muss schnellstmöglich erschüttert werden, nicht immer ein leichtes Unterfangen. Im Idealfall lässt sich das Verfahren bereits in der Ermittlung und noch vor Erhebung der Anklage beenden.

Zur Verschwiegenheit verpflichtet und ausschließlich den Interessen der Mandanten verpflichtet erhalten Anwälte Einblick in die Straftakte – ein wichtiger Vorteil wenn es um die Verteidigung der eigenen Interessen und der Beschuldigung einer Straftat geht.